Sonntag, 6. Mai 2012

Alte Gemüse - neuer Geschmack





Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Blv Buchverlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3835408227

Kurzbeschreibung:
Spinat wächst an einem Baum. Erbsen sind blau. Tomaten haben eine längliche Form? Alte Gemüsesorten stellen unser Wissen und unsere Speisepläne auf den Kopf. Die ungewöhnlichen Farben und Formen sind ein echter Hingucker auf jedem Teller, der unbekannte Geschmack überrascht. Rauke, Pastinaken oder Mangold haben die Spitzengastronomie längst erobert und halten jetzt wieder Einzug in die Gemüsegärten. Die oft regionaltypischen Sorten sind für den vorhandenen Boden, das regionale Klima und die lokale Wasserversorgung optimal geeignet. Die Pflanzen sind im Vergleich zu importiertem Gemüse weniger anfällig für Krankheiten, garantieren hohe Erträge und einen intensiven Geschmack. Der Titel "Alte Gemüse - neuer Geschmack" (BLV Buchverlag) beleuchtet zunächst die Entwicklung und Geschichte der historischen Nutzpflanzen. Grundlegende Tipps zu Anbau, Ernte und Lagerung von Gemüse helfen auch Hobbygärtnern mit wenig Erfahrung bei der praktischen Umsetzung. Die Portraits der rund 60 historischen Sorten enthalten Informationen rund um die typischen Eigenschaften, den Anbau und die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche mit zusätzlichen Rezeptideen zum Nachkochen.
(Quelle: amazon)

 
Mein Leseeindruck:
Seit Jahren bin ich Hobbygärtnerin und baue in meinem Garten und neuerdings auch auf einem Acker der Gemeinde unser Gemüse an. Da ich nicht immer alles modere, bevorzuge und stets auf der Suche nach einem andersartigen und interessanten Gartenratgeber bin, hat mich dieses Buch sofort gereizt.
Zuerst wird die Geschichtswissenschaft der Nutzpflanzen erläutert. Das hat mich höchst nachdenklich gestimmt. Wenn man bedenkt,

wieviel Gemüsearten in den 80er Jahren einfach gestrichen wurden, um Klarheit in den Sortenkatalog zu bringen.
Die alten Gemüsepflanzen im Porträt sind untergliedert in:
-Salatgemüse
 -ungewöhnliche Salate
 -Spinatgemüse
- Fruchtgemüse
-Hülsenfrüchte
-Wurzel- und Knollengemüse
-Zwiebelgemüse
 -Kohlgemüse und -andere Gemüsearten.
Die Sorten sind allerbest beschrieben, das heißt Aussehen, Anbau und auch der Eigengeschmack sind genau erläutert. Besonders erwähnenswert finde ich auch die anderen Bezeichnungen der einzelnen Sorten, wird doch so manches Gemüse von Ort zu Ort bzw. von Region zu Region anders benannt. Zum Beispiel der schwarze Rettich, der gerne auch Winterrettich oder Ackerrettich genannt wird. Die herrlichen 186 Fotos der Gemüsearten machen den Ratgeber zu einem Buch, in dem man abermals gern schmökert und sich Anregungen holt.
Nennenswert sind auch die ausgefallenen Rezepte, wie die französische Sauerampfersuppe, oder Radicciorisotto und viele mehr. Ich mag es, wenn zu den einzelnen Gemüsesorten gleich auch noch genießbare Kochrezepte vorhanden sind.
Bei den Bezugsquellen für Saatgut sind auch einige gute Internetseiten und Gärtnereien dabei, wo das Gärtnerherz höher schlägt und man sich bremsen muss, um nicht zuviel den Guten zu bestellen.

Fazit:
Ein Gartenratgeber, den ich nicht mehr missen möchte und jedem Hobbygärtner weiterempfehle.
Prädikat wertvoll, daher 5 von 5 Sternen!!


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