Sonntag, 25. November 2012

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

 
Gebundene Ausgabe: 285 Seiten 
Verlag: Carl Hanser 
Autor: John Green
ISBN: 978-3446240094

Kurzbeschreibung: 
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Mein Leseeindruck:
Zum Inhalt der Geschichte möchte ich nicht groß was erwähnen, die Kurzbeschreibung muss in diesem Fall völlig ausreichen. Es gibt viele Geschichten, zu denen ich sage, die sollte man gelesen haben, zu diesem Buch kann ich nur sagen man muss es unbedingt lesen. Wer es nicht tut, hat wahrlich was verpasst! John Green, der Autor hat mich mit diesem Buch gänzlich überzeugt, nun will ich seine anderen Bücher auch lesen, noch mehr eintauchen in diesen herrlichen Schreibstil mit Tiefgang.

Die Erzählung von Hazel, die keine Zeitbombe sein möchte und Augustus genannt Gus ist wesentlich mehr als ein gewöhnliches Jugendbuch. So wunderschön, so tiefgründig und so wunderbar bitter und untröstlich. Ich bin regelrecht versunken und eingetaucht in das Leben der beiden Protagonisten. Zwei hinreißende Menschen, beide einzigartig auf ihre Art und Weise, und wenn sie nicht fiktiv wären, hätte ich sie gerne kennengelernt.

Die Altersempfehlung lautet ab 13 Jahren. Jeder Jugendliche, der in diesem Alter »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« gerne liest, hat es verstanden, was großartige Literatur ist. Ich kann mir aber schwer vorstellen, dass sämtliche Teenager diese tiefsinnige Story komplett mit all ihren eindrucksvollen Gedanken verstehen wird. Für mich gehört diese Geschichte zur gehobenen Unterhaltungsliteratur aber sie ist trotz  ihrer frechen Art leicht zu lesen. Ich habe dabei viel nachgedacht und jede Menge geweint, streckenweise konnte ich vor lauter Tränen nicht mehr weiterlesen. Aber durch den schwarzen Humor, der in der Erzählung steckt, gibt es auch einige Textstellen, bei denen ich auflachen durfte.

»...erklärte, dass manche Ewigkeiten größer als andere Ewigkeiten waren.« 
Seite 213

Fazit:
  Krebsbücher sind nicht doof, zumindest nicht dieses Buch, das mit einer hinreißenden Liebe gepaart ist. Hazel und Gus werden mich noch lange in Gedanken begleiten, ein Liebespaar, das zum Rotz und Wasser heulen aber auch zum schmunzeln anregt.


Kommentare:

  1. Mir gings ebenso (: Eines der besten Bücher, die ich je lesen durfte :)

    Liebste Grüße (:
    die Nana

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  2. Danke für die tolle Rezi! Das Buch steht schon auf meiner Wunschliste. Ich möchte dieses Buch total gern lesen. Und je mehr Rezis ich dazu lese, desto interessanter wirds.

    Lieben Gruss


    Lady

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