Donnerstag, 9. Mai 2013

Hier könnte ich zur Welt kommen

 
Gebundene Ausgabe: 347 Seiten 
 Erschienen: 11.03.2013
Verlag: Insel 
ISBN-13: 978-3458175629

Kurzbeschreibung: 
Wie weit würde eine liebende Mutter gehen?
Vancouver Island, ein kühler Morgen im August, früh um fünf: Eine schmale junge Frau im groben Arbeitsoverall legt ein winziges Bündel auf einer Türschwelle ab und eilt davon. Das Bündel ist ein neugeborenes Mädchen, eingewickelt in ein graues Sweatshirt, ein Schweizer Messer zu ihren Füßen als einzige Erinnerung an ihre Mutter. Shannon findet schließlich bei der warmherzigen Miranda und ihrer Tochter Lydia-Rose ein Zuhause. Doch sie fühlt sich dort stets wie eine Fremde – von wem hat sie den blonden Lockenbusch auf dem Kopf, woher die kleine Statur? Die Frage danach, warum sie ist, wie sie ist, und die drängende Sehnsucht, ihre Mutter zu finden, lassen sie nicht los, und so macht sie sich mit sechzehn auf die Suche nach der Unbekannten im Overall, das Schweizer Messer in der Tasche. Ihr Weg führt sie zu einem Ort in den Urwäldern von Vancouver Island, deren Kronen sich mächtig und uralt wie ein Gewölbe über den Menschen aufspannen, ihnen Geborgenheit und Schutz geben. Was Shannon dort findet, ist eine ergreifende Geschichte von wilden Herzen, beschädigten Helden und von leisem Schmerz.
Ein Mädchen auf der Suche nach ihrer Herkunft, nach dem, was war. Eine Mutter, die das Vergangene vergessen will. Ein bewegendes Debüt, das freilegt, was Worte wie Identität, Familie und Zuhause wirklich bedeuten.
(Quelle: Insel)

Mein Leseeindruck:
Marjorie Celona hat mit dieser Erzählung mein Herz berührt und mich mit ihrem Erzählstil fasziniert. So viele schöne Worte, welche die zum Weinen, zum Lachen und dann wieder zum Nachdenken anregen. »Hier könnte ich zur Welt kommen« ist keine Geschichte, die der Leser einfach schnell mal liest, dazu ist sie zu tiefgründig und philosophisch.

Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte der jungen Shannon, die kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter ausgesetzt wurde.
Nach einem Aufwachsen in verschiedenen Pflegefamilien wird sie letztendlich von der alleinerziehenden Miranda liebevoll aufgenommen. Shannon fühlt sich dort aber nie wirklich zuhause, ist unruhig und rastlos. Vor allem leidet sie unter dem Argwohn ihrer Stiefschwester Lydia-Rose. Je älter sie wird, umso öfter fragt sie sich, wer ihre Mutter ist. Mit 16 Jahren fängt sie deshalb an nachzuforschen in der Hoffnung endlich Gewissheit zu bekommen, egal was sie dabei herausfinden wird.

Besonders gut fand ich den Wechsel zwischen den Erzählsträngen, in der die Autorin die tragische Geschichte von Shannons Mutter erzählt und dann wieder die Erlebnisse von Shannon selbst. Ich empfand diese Sprünge der Ereignisse stimmig dadurch wurde es nicht eintönig und stets wieder spannungsvoll.

Fazit:
Eine Schicksalsgeschichte, die tragisch aber auch enorm gefühlvoll ist. Sie war durchwegs unterhaltsam für mich und deshalb empfehle ich dieses Debüt von Marjorie Celona gerne weiter.


Kommentare:

  1. Sehr schön, dass es dir gefallen hat. Mein Buch ist bereits auf dem Weg, ich hoffe, dass ich nächste Woche mit dem Lesen beginnen kann!

    Ich finde die Inhaltsangabe schon sehr gefühlvoll und sie lässt auf eine grandiose und emotionale Geschichte hoffen. Ich bin schon sehr gespannt, und hoffe, das Buch gefällt mir, so gut wie dir :)

    Liebe Grüße
    Tanja
    http://tonscha.blogspot.co.at

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Bianca!

    Eine schöne Rezension! :-)
    Und das Buch hört sich gar nicht schlecht an. Aber eine Frage: Ist das "nur" ein Roman, also Fiktion, oder handelt es sich damit um eine wahre Geschichte, also eher eine Doku oder Biographie?
    Ich glaube, dann würde ich mich nämlich auch dafür interessieren. Zumindest packe ich es mal auf meinen Merkzettel... :-)

    Liebe Grüße!
    Thomas
    http://toms-lesewelten.blogspot.de

    AntwortenLöschen