Dienstag, 20. Januar 2015

Jo Nesbø: DER SOHN


Gebunde Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Ullstein
Autor: Jo Nesbø
ISBN: 13 9783550080449

Kurzbeschreibung:
 Sonny ist auf der Flucht. Sonny ist ein vorbildlicher Gefangener. Er lauscht den Geständnissen seiner Mitgefangenen und vergibt ihnen ihre Sünden. Er wurde sein ganzes Leben lang belogen. Doch dann ändert ein Geständnis alles. Ein Mitgefangener weiß etwas über Sonnys in Ungnade gefallenen Vater. Sonny will Rache. Er muss aus dem Gefängnis fliehen, und die Verantwortlichen sollen für ihre Verbrechen zahlen. Wie hoch der Preis auch sein mag. Jo Nesbøs Krimiserie um Kommissar Harry Hole ist weltweit ein Hit. Auch mit Der Sohn stieg er in Norwegen, England, Dänemark und den Vereinigten Staaten ganz oben in den Bestsellerlisten ein. Sein neuer großer Kriminalroman ist ein elektrisierendes Drama um Geheimnis und Sünde, Verrat und Rache, Gerechtigkeit und Erlösung.
(Quelle: Ullstein)

Mein Leseeindruck:
 Sonny Lofthus sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis in Oslo ein. Sein Vater Ab nahm sich vor Jahren das Leben. Dieser war Polizist und offenbarte kurz vor seinem Selbstmord, dass er korrupter Bulle war. Damit war das positive Leben von Sonny vorbei und mit einem »Schlag« zerstört und sein straffälliger Lebensweg begann.
Er sinnt nach Rache, als er von einem Mithäftling erfährt, dass alles völlig anders gewesen sei. Er flieht gekonnt aus der Vollzugsanstalt mit einem heimtückischen Racheplan im Kopf. Sonnys Rachefeldzug ist grausam, und es gibt einige brutale Darstellungen. Die Leser von Nesbø Romanen über den Kriminalbeamten Hole kennen allerdings diese immense Gewalt.
Jo Nesbø versteht es zu Beginn geschickt seine Leser zu fesseln. Das lies allerdings zügig für mich nach und erst nach den ersten 200 Seiten stieg der Spannungsbogen wiederkehrend an. Es folgt ein Donnerschlag nach dem anderen und man will als Leser unbedingt wissen, wie es weiter geht. Was kommt da noch, was für krankhafte Rachfeldzüge können da noch kommen?!
Die Story ist spannungsreich und nicht auf den ersten oder auch zweiten Blick zu durchschauen. Nicht alle Zusammenhänge sind wirklichkeitsnah, aber Jo Nesbø beschreibt alles mit seiner charakteristischen Deutlichkeit.

“Woher weiß man, ob jemand einen liebt, Pelle?” – “Man weiß es einfach. Es ist die Summe all der kleinen Dinge, die man nicht greifen kann. Die Liebe umschließt einen wie eine Dampfdusche. Sie sehen die einzelnen Tropfen nicht, aber Ihnen wird warm und Sie werden nass und sauber.”
#Buchzitat

Fazit:
Alles in allem ist „Der Sohn“ ein durchaus guter und unterhaltsamer Kriminalroman, allerdings enorm in die Länge gezogen dafür mit heftigen Szenarien.

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